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Abstract:
Wirtschaftsitalienisch hat in der österreichischen Hochschulbildung eine lange Tradition (Fischer, Grassi 2001). Dennoch wurde der Sprachbedarf österreichischer Unternehmen in den letzten 25 Jahren wenig erforscht (vgl. Kubista-Nugent 1996, Seeböck 1999), obwohl Italien Österreichs zweitwichtigster europäischer Wirtschaftspartner ist (Aussenwirtschaftscenter Austria der WKO 2025, OeNB 2025a, 2025b) und kontinuierliche Aktualisierungen als integraler Bestandteil von Sprachcurricula auf allen Schulstufen bis hin zur Hochschulbildung. zu betrachten sind. Auch angesichts der durch sprachtechnologische Innovationen (wie z. B. Large Language Models, maschinelle Übersetzung) ausgelösten digitalen Transformation des Arbeitsalltags (Gillespie et al. 2025), wird eine Anpassung der Curricula im Bereich Wirtschaftsitalienisch an österreichischen Universitäten zunehmend dringlich.
Dieser Beitrag ist Teil eines umfassenderen mixed-methods Forschungsprojekts (u.a. auf der Grundlage von Kubista-Nugent 1996, Seeböck 1999, Vandermeeren 2002, 2003 und Zorzi et al 2012), welches in eine quantitative und eine qualitative Studie gegliedert ist, und stellt erste Ergebnisse einer 2024–2025 durchgeführten quantitativen Sprachbedarfsanalyse dar, an der über 100 Fachkräfte aus in Österreich tätigen Unternehmen teilnahmen. Der Fragebogen erfasste u.a. den Gebrauch des Italienischen im betrieblichen Kontext, den interkulturellen Sprachbedarf in der Unternehmenskommunikation, den Einsatz von Sprachtechnologien sowie den Weiterbildungsbedarf zum Ausbau sprachlicher und interkulturellen Kompetenzen seitens der Teilnehmenden.
Das Forschungsprojekt verfolgt sowohl theoretische als auch praktische Ziele: Es soll den aktuellen Sprachbedarf in Unternehmen ermitteln, bestehende Curricula im Bereich Wirtschaftsitalienisch analysieren und das Wissen über italienische Wirtschaftskommunikation erweitern. Darüber hinaus wird die Diskrepanz zwischen universitären Curricula und unternehmerischem Bedarf aufgezeigt, um konkrete Empfehlungen für die Curriculumentwicklung abzuleiten. Die quantitativen Ergebnisse, die präsentiert werden, leisten einen Beitrag zur präziseren Bestimmung der für das Fach Italienische Wirtschaftskommunikation relevanten kommunikativen Kompetenzen.
(259 W.)
Keywords: Sprachbedarfsanalyse; angewandte Linguistik; Wirtschaftskommunikation
Quellen:
Aussenwirtschaft Austria der WKO. (2025). ÖSTERREICHS EXPORTWIRTSCHAFT 2024/2025/2026. AUSSENHANDEL UND DIREKTINVESTITIONEN ZUKUNFTSTRENDS UND INNOVATION EXPORTPOTENZIALE UND FAKTEN (Hg. v. Aussenwirtschaft Austria). Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Online verfügbar unter https://www.wko.at/oe/aussenwirtschaft/exportwirtschaft.pdf, zuletzt aktualisiert am April 2025, zuletzt geprüft am 23.09.2025.
Fischer, F., & Grassi, C. (2001). L'italiano in Austria. In Vereinigung für angewante Linguistik in der Schweiz (Hg.), Bullettin suisse de linguistique appliquée. Aspetti dell'italiano L2 in Svizzera e all'estero (Bd. 73, S. 49–64).
Gillespie, N., Lockey, S., Ward, T., Macdade, A., & Hassed, G. (2025). Trust, attitudes and use of artificial intelligence: A global study 2025. Austria insights. Online verfügbar unter https://assets.kpmg.com/content/dam/kpmgsites/au/pdf/2025/trust-in-ai-global-insights-2025-australia-snapshot.pdf.coredownload.inline.pdf, zuletzt geprüft am 29.09.2025.
Kubista-Nugent, A. (1996). La lingua italiana nelle imprese austriache – un’indagine sul fabbisogno della lingua italiana condotta nella zona di Vienna. Diplomarbeit. Wirtschaftsuniversität Wien, Wien.
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Österreichische Nationalbank (OeNB). (2025b). Bestände Passiver Direktinvestitionen nach Regionen. Regionale Zuordnung nach dem Sitz des ausländischen Stammhauses. Online verfügbar unter https://www.oenb.at/isawebstat/stabfrage/createReport;jsessionid=B22A0877F7C2526B18A615C8A8DEB3D5?lang=DE&report=9.3.31, zuletzt aktualisiert am 31.03.2025, zuletzt geprüft am 24.09.2025.
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Vandermeeren, S. (2002). Fremdsprachenbedarf in finnischen Unternehmen. In A. Nuoppen, T. Harakka, & R. Tatje (Hg.), Interkulturelle Wirtschaftskommunikation: Forschungsobjekte und Methoden (S. 207-223). Online verfügbar unter http://lipas.uwasa.fi/comm/publications/interkult/extdoc/15vanderme.pdf, zuletzt geprüft am 22.09.2025.
Vandermeeren, S. (2003). German language needs in Danish companies. HERMES - Journal of Language and Communication in Business, 16(31), 13–29. Online verfügbar unter https://tidsskrift.dk/her/article/view/25731/22644, zuletzt geprüft am 22.09.2025.
Zorzi, D., Bersani Berselli, G., Polselli, P., & Zanoni, G. (Hg.). (2012). Educazione linguistica in istituzioni e aziende della provincia di Forlì-Cesena. Il progetto ELIA. Bologna: Bononia University Press (Studi interdisciplinari su Traduzione, Lingue e Culture).