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Die Beschäftigung mit dem Verlauf von Sprachgrenzen wurde im 19. Jahrhundert verbunden mit den aufkommenden Nationalbewegungen zu einem beliebten Forschungsfeld. Dementsprechend oft wurde die deutsch-slowenische Sprachgrenze in Kärnten ab dem 19. Jahrhundert thematisiert (u.a.: Šafařík, 1842; Steger, 1851; Hain, 1852; Czoernig, 1857, Wutte, 1906).
Während M. Wutte die Sprachgrenze in Kärnten als „Linie, welche die Gebiete mit vorwiegend deutscher Umgangssprache von jenen mit vorwiegend slowenischer Umgangssprache scheidet.“ (Wutte 1906: 157) definiert, vertritt H. Scheuringer ein anderes Begriffsverständnis. Scheuringer sieht die Kärntner Sprachgrenze als „Linie /…/, die das nördlichste Vorkommen slow. Sprache in einem seit Jahrhunderten gemischtsprachigen Raum par excellence markiert, vertreten vielleicht nur noch im innerfamiliären Gespräch älterer Bauern /…/.“ (Scheuringer 2004: 3371)
Mit Blick auf die Arbeiten von E. Kranzmayer (1956, 1958), A. Svetina (1978), T. Domej (1999), P. Zdovc (2008) und R. Jannach (2021, 2023) soll Wuttes bzw. Scheuringers Begriffsverständnis am Beispiel der deutsch-slowenischen Sprachgrenze bei Villach zur Diskussion gestellt werden.