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Die terminologische Nomination weist heutzutage eine Tendenz zur Komplizierung der Benennungen auf, da die modernen wissenschaftlichen und technischen Begriffe, die zu benennen sind, immer komplizierter und vielschichtiger werden. Es entstehen zahlreiche komplexe Einwortbenennungen (zwei-, drei- und mehrteilige Komposita) sowie Mehrwortbenennungen. Mitunter reichen die sprachlichen Mittel nicht aus, um die Komplexität eines Begriffs adäquat zu repräsentieren; daher werden nicht-sprachliche Elemente (Piktogramme, Formeln u. Ä.) in die formale Struktur eines Terminus integriert.
Unsere Untersuchung zeigt, dass sich unter den deutschen Benennungen von Glas und Glaserzeugnissen auch mehrere komplexe Termini finden, die nur teilweise aus Wörtern bestehen und in ihrer Struktur nicht-sprachliche Elemente enthalten (im Folgenden ‒ polycode Termini).
In diesem Beitrag analysieren wir deutsche polycode Benennungen von Glas aus zwei Perspektiven: erstens hinsichtlich der Typen und Bedeutungen der nicht-sprachlichen Elemente in der Struktur des terminologischen Zeichens und zweitens im Hinblick auf den Gebrauch der polycoden Termini in der fachsprachlichen Kommunikation, sofern ein vollständig sprachliches Äquivalent vorhanden ist.